Gut 50 Teilnehmer*innen kamen am Sonntag, den 25. Januar 2026 zum Neujahrsspaziergang.

Auf dem Schulhof

Skulpturenlandschaft
Treffpunkt war der Parkplatz an der Gustav-Heinemann-Schule.
Auf dem Schulhof befindet sich eine Skulpturenlandschaft, die von dem Mülheimer Künstler Gerd Adelmann gemeinsam mit Schüler*innen geschaffen wurde. Es war einhellige Auffassung, dass eine Überarbeitung der Farbgestaltung notwendig ist.

Informationen zur Bergbaugeschichte
Gut 50 Teilnehmer*innen machten sich auf den Weg um den Stadtteil Dümpten kennen zu lernen. Erster Halt war eine Kohlenlore und eine Erinnerungstafel, die an die ehemalige Zeche Sellerbeck erinnern. Ursula Schröder fasste die Geschichte des Bergbaus in diesem Bereich zusammen.

Die Kohlenlore

Zeche Sellerbeck
Auf der Sellerbeckbrücke überquerten wir die Autobahn A40, die den Stadtteil durchschneidet. Nach Überqueren der Oberheidstraße trafen wir auf den „Geigenspieler“, den die Künstlerin Heide Friede-Kilnazik 1988 schuf. Leider haben Unbekannte den Geigenbogen abgesägt, so dass die Figur nicht vollständig erhalten

Der Geigenspieler
Über den angrenzenden Friedhof gelangten wir zur Straße „Schobes Heide“.
Mit Hilfe von KI wissen wir jetzt, dass „Schobe“ im regionalen Sprachgebrauch ein älteres Wort ist, das mit Schaf, Schafstall oder Schafherde in Verbindung stehen kann. „Heide“ verweist häufig auf offene, grasige oder buschige Landschaftsflächen, die historisch als Weideflächen genutzt wurden.
An der Barbarastraße / Ecke Schildberg befindet sich ein Gedenkstein an die Toten der beiden Weltkriege. Daneben liegt eine Steinplatte, in die eingemeißelt ist:
„Den Toten unserer Bundeswehr für Frieden, Recht und Freiheit“

Der Gedenkstein
Es ist bisher nicht bekannt, wer diese Gedenktafel an dieser Stelle geschaffen hat. Es gibt in der Bundesrepublik nur wenige Orte, an denen explizit den Gefallenen der Bundeswehr gedacht wird.
Weiter ging es den Schildberg hinab zur St. Barbarakirche. Sie wurde nach dem 2. Weltkrieg vom Architekten Alfons Leitl (1909 – 1975) geschaffen. Ihre besondere Architektur mit Stahl, Glas und Backsteinen wurde inzwischen unter Denkmalschutz gestellt.

St. Barbara
Die Kirchengemeinde gedenkt dem Widerstandskämpfer Nikolaus Gross (1898 – hingerichtet am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee) Die Gemeinde führt zu seinem Gedenken ein Musical auf, das von den Gemeindemitgliedern gestaltet wird.
Im naheliegenden Kreisverkehr erinnert ein sogenannter Gleitbogen, der im Bergbau zum Abstützen des Stollens diente, an die Bergbaugeschichte Mülheims.

Der Gleitbogen
Nach diesem informativen Rundgang strebte die Gruppe zum Dümptener Treff. Dort erwarteten die Teilnehmer ein schmackhaftes Büffet. Bei guten Gesprächen wurde dieser Neujahrsrundgang als sehr unterhaltsam gewürdigt.
Text: Gerhard Ribbrock
Fotos: Hans-Werner Groß



